Museum

Das Inselmuseum Nordstrand wurde am 21 Mai 2009 eröffnet. Schon im Vorfeld hat dieses Vorhaben Beachtung in der regionalen und auch überregionalen Presse gefunden. - Wir veröffentlichen hier zwei Pressebeiträge, die das Ereignis in der Rückschau betrachten.



Die Öffnungszeiten 2016

ganzjährig :    Mo bis Do     von   08.00 bis 12.00 Uhr
                                                 14.00 bis 16.00 Uhr
                     Freitag                   08.00 bis 12.00 Uhr

im Juli und August   Mo bis Do  08.00 bis 17.00 Uhr ( durchgehend )
                                        Fr   08.00 bis 12.00 Uhr
                                        Sa  10.00 bis 13.00 Uhr

Außerhalb dieser Öffnungszeiten, die an die im Hause befindliche
Touristinformation angelehnt sind, können Museumsbesuche nach
Voranmeldung ( 04842 / 263 ) vereinbahrt werden.



 
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Das Inselmuseum liegt in der Ortsmitte ( Inselmitte ) in der direkten Nachbarschaft von Schule, Touristinformation, Bürgerbüro und dem TopKauf Inselkaufhaus.

Eröffnung Inselmuseum Nordstrand

von Udo Rahn, Husum ( Text und Bilder )
 

    Nun hat Nordstrand sein „Inselmuseum“ wieder. Zur Eröffnung im neuen Domizil, dem Obergeschoss der Kurverwaltung, im ehemaligen Amtsgebäude, hatten die Aktiven des Nordstrander Heimatvereins als Betreiber hohen Besuch. Die 99jährige Else Schultze-Hasselmann, Tochter des´Rungholtforschers Andreas Busch, begutachtete mit Interesse den Fundus ihres verstorbenen Vaters und vor allem das Highlight des Museums, das Rungholtmodell.

     Sie war es, die ihren Vater am 16. Mai 1921 beim ersten Erkundungsgang in das Rungholtgebiet begleitet hatte. Das Modell fand bei allen Besuchern großen Anklang, denn es räumt auf mit der Legende einer großen, reichen, versunkenen Stadt. Deutlich wird anhand Buschs Forschungsergebnissen, dass das untergegangene Rungholt lediglich eine größere Siedlung war, vergleichbar mit den heutigen Kögen. Lobende Worte fand dazu auch der Direktor des Husumer Nordseemuseums, Sven-Hinrich Siemers, vor allem für die Ehrenamtler, die das Modell in vielen Arbeitsstunden bauten ( wir berichteten ). „Die Einfachheit der Darstellung wirkt. Kurze prägnante Texte wirken zusätzlich“, meinte er.

     Der Vorsitzende des Vereins,  Momme  Elsner, gegrüßte zur ersten Führung illustre Gäste, darunter Amtsvorsteherin Karen Hansen, Nordstrands Bürgermeister Heinz-Uwe Domeyer oder den früheren Bürgermeister der Gemeinde Elisabeth-Sophien-Koog, Uwe Elsner.

     Wolf-Dieter Dey vom Heimatverein dankte den Vertretern der Sponsoren, der Nord-Ostsee-Sparkasse und der Volksbank-Raiffeisenbank Husum-Eiderstedt-Viöl für die Finanzspritzen.

     Ansonsten gab es nicht nur für die Ehrengäste viel zu entdecken. Viele Nordstrander verschafften sich einen ersten Eindruck bei einem Rundgang durch die Räume. Themen wie die Historie der Sturmfluten oder die Geschichte des Deichbaus werden genauso bearbeitet, wie die Darstellung der drei Konfessionen auf dem Eiland. Als komfortabel bezeichnen viele die zahlreichen Parkplätze vor dem Haus sowie die Sanitären Anlagen und den Fahrstuhl. Natürlich, so Dey, wird weiter an der Vervollständigung der Räume gearbeitet. „Wer alte Sachen im Keller oder auf dem Boden hat, darf damit kommen,“ erklärte er.

     Die Öffnungszeiten richten sich zunächst nach denen der Kurverwaltung. Anson-sten werden nach Vereinbarung Führungen ab zehn Personen angeboten. Telefonische Anmeldungen unter 04842 / 263 ( Dey ).

 

Bild 1   Zahlreiche Gäste verfolgen die Einführung in die Konzeption des Museums

Bild 2   Die Tochter von Andreas Busch, Else Schultze-Hasselmann, am   Rungholtmodell

 

 

 

Seltene „Schlittknochen“ und erstes Rungholtmodell

Von Manfred-Guido Schmitz, Nordstrand

 

Nordstrand (gs).  Das erste Modell des untergegangenen Ortes Rungholt und Tierknochen, die im Mittelalter zum Schlittschuhlaufen genutzt wurden, zählen zu den interessantesten Exponaten im „Inselmuseum Nordstrand“, das am Samstag ( 16. Mai 2009, um 14.00 Uhr ) eröffnet wurde. Die ersten Museumsanläufe hatte es vor fast zehn Jahren zunächst im „Pharisäerhof“ auf Nordstrand und danach in der Galerie „Lat di Tied“ gegenüber der „Nordstrander Töpferei“ gegeben. Wie die rund 100 Mitglieder des Heimatvereins Nordstrand hoffen, hat das „Inselmuseum“ jetzt seinen endgültigen Standort im Gebäude der Kurverwaltung gefunden.

     Dort war im Zuge der Verwaltungsreform die komplette Etage im Obergeschoss frei geworden und wurde dem Heimatverein für das Museum zur Verfügung gestellt. Teile der Inneneinrichtung sponserten die Nord-Ostsee-Sparkasse, die Volksbank-Raiffeisenbank Husum-Eiderstedt-Viöl, Nordstrander Gewerbebetriebe und Privatpersonen. Die monatelange Bearbeitung und Präsentation der Exponate erfolgte ausschließlich in Eigenleistung des Heimatvereins.

     ´Ziel des Museums ist es nach Angaben des Heimatvereins-Vorsitzenden Momme Elsner, die bewegte Geschichte von ( Alt- ) Nordstrand darzustellen, in der es tiefe Einschnitte gab: Bei der ersten „groten Mandränke“ 1362 ging Rungholt unter, das offenbar im Bereich der heutigen Hallig Südfall lag. Bei der zweiten groten Mandränke 1634 versanken große Landmassen von Alt-Nordstrand in der Nordsee; übrig blieben die Insel Pellworm, die Hallig Nordstrandischmoor und - nach späterer Wiedereindeichung - das heutige Nordstrand. Alles das wird in dem neuen Museum dokumentiert. Der Name „Insel-Museum“ soll verdeutlichen, dass die Exponate vor allem aus jener Zeit stammen, als Nordstrand eine Insel war.

    Basierend auf den Ergebnissen des Nordstrander Heimatforschers Andreas Busch wurde in monatelanger Arbeit erstmals ein Modell des legendären Rungholt angefertigt, das bei der feierlichen Museumseröffnung vorgestellt wurde. Zu den hausragenden Exponaten gehören auch zwei „Schlitt-Knochen“. Etwa zu Rungholts Zeiten wurden beispielsweise die Unterschenkelknochen vom Rind oder die Oberschenkelknochen vom Schwein zum Schlittschuhlaufen genutzt. Historischen Quellen zufolge wurden aus diesen Knochen Kufen hergestellt, die direkt unter den Fuß oder den Schuh gebunden wurden.

    Das Museum wurde zwar eröffnet, aber ganz „fertig“ ist es noch nicht, sagte Rektor i.R. Wolf-Dieter Dey. „Ein Museum kann nicht einfach umziehen, notwendig war ein kompletter Neuanfang.“

 

Bild 1: Die Jahrhunderte dauernde Wiederbedeichung Nordstrands ist Thema in

             Raum 3
 

Bild 2: Schlitt-Knochen nutzte man zu Rungholts Zeiten zum Schlittschuhlaufen

 

 

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letzte Änderung: 29.02.2016

 

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